Google News-Optimierung: 13 häufige Fehler und wie man sie vermeidet

Veröffentlicht: 2020-04-09

Nachrichtenartikel von Verlagen ziehen Zugriffe über eine Vielzahl von Kanälen, insbesondere über die Google-Websuche und Google Discover. In diesem Artikel erklären wir, worauf es bei Ihrer Google News Box & Discover Optimierung ankommt und welche Fehler Sie vermeiden sollten.

Wenn Sie als Publisher erfahren möchten, wie Sie Ihre Website für Google News und die organische Suche optimieren können, können Ihnen unsere SEO- und Content-Berater praktische Ratschläge geben, wie Sie Ihre Reichweite und Ihren Traffic verbessern können. Neugierig? Fordern Sie noch heute einen Termin an, um herauszufinden, wie wir Ihnen helfen können, Ihren Verlagserfolg zu steigern:

In Kontakt kommen

Übersicht: Potenzielle Traffic-Quellen für Publisher

Die Tabelle zeigt, wie viele verschiedene Traffic-Kanäle es für Nachrichtenartikel gibt. Es zeigt auch, ob der Kanal Traffic auf eine HTML- oder eine AMP-Seite leitet und wie hoch das Traffic-Potenzial für jeden Kanal ist.

Traffic-Channels-for-News-Publisher-Overview Am größten ist das Potenzial bei der Google Websuche und Google Discover. Aus diesem Grund geht dieser Artikel 13 Fehler durch, die für diese Kanäle üblich sind:

Fehler Nr. 1: Keine Resortseiten („Abschnittsseiten“)
Fehler Nr. 2: Technische Probleme in der Vorlage für Nachrichtenartikel
Fehler Nr. 3: Artikel künstlich aktualisieren
Fehler Nr. 4: Die Bildintegration ist nicht optimiert
Fehler #5: Gleicher Artikel auf verschiedenen URLs (duplicate content)
Fehler #6: Ankertext auf Kategorieseite ≠ Überschrift oder Seitentitel
Fehler Nr. 7: Bildlinks oder JavaScript-Links auf Kategorieseiten
Fehler Nr. 8: Keine XML-News-Sitemap
Fehler Nr. 9: Keine Accelerated Mobile Pages (AMP)
Fehler Nr. 10: Unterschätzen Sie Google Discover oder konzentrieren Sie sich nur auf Nachrichten
Fehler Nr. 11: Das Wertversprechen des Unternehmens ist unzureichend
Fehler #12: Kein SEO in der Redaktion oder kein SEO-Redakteur im Newsroom
Fehler #13: SEO nicht im Unternehmen integriert oder zu wenig IT-Ressourcen

Fehler Nr. 1: Keine Abteilungs- oder Abschnittsseiten

Jahrelang war es so, dass sich Publisher nicht extra registrieren müssen , um in den Google News Box-Integrationen in der Google Websuche zu erscheinen.

Seit Dezember 2019 müssen Verlage ihre Website jedoch nicht einmal mehr bei Google News anmelden, damit ihre Inhalte in der Google News App erscheinen oder auf der Google News-Website gelistet werden.

In der Praxis sollten sich Websites, die Nachrichten veröffentlichen, jedoch im Publisher Center registrieren und die einzelnen Rubrikenseiten in sogenannten Labels anordnen. Dies macht es Google sehr einfach, die Links zu den Nachrichtenartikeln zu finden und zu crawlen. Wichtig: Die URLs der Bereichsseiten dürfen sich nicht ändern. Bei einer Änderung findet Google unter dem Label keine gültige URL mehr. Dies kann verhindern, dass die Nachrichtenartikel ranken.

Google-Newsbox-Kennzeichnungs-Kategorieseiten
Neues Google Publisher Center: Kennzeichnung von Kategorieseiten.

Fehler Nr. 2: Technische Probleme in der Vorlage für Nachrichtenartikel

Nachrichtenartikel können nur ranken, wenn der Google-Crawler das Layout und Format der Nachrichtenseite problemlos lesen kann. Das Seitenlayout hat folgende Anforderungen:

  1. Die Artikelseiten müssen im HTML-Format vorliegen und der Body darf nicht in JavaScript eingebettet sein, da dies den Indexierungsprozess stark verzögern würde.
  2. Die Überschriften der Artikel und der Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung müssen für den Crawler von Google leicht erkennbar sein.
  3. Die Vorlage sollte so einfach wie möglich sein. Integrieren Sie möglichst wenige störende Elemente (z. B. Werbung) in Ihren Text. Zwischen Titel und Text des Artikels sollte kein zusätzlicher Text stehen. Autor und Datum sollten klar vom Text selbst getrennt sein.
  4. Um für Google News berücksichtigt zu werden, müssen Artikel ein deutlich sichtbares Veröffentlichungsdatum und eine Uhrzeit aufweisen, die idealerweise zwischen Überschrift und Artikeltext zu finden sind. Google empfiehlt, das Datum zweimal anzugeben: einmal in einem Format, das Benutzer auf der Seite sehen können, und einmal als strukturierte Daten im Quellcode der Website.

Darüber hinaus sollten Sie strukturiertes Daten-Markup auf Ihren Nachrichtenseiten verwenden:

  • „datePublished“ und/oder „dateModified“ mit der korrekten Zeitzone (siehe Richtlinien für AMP-Seiten und Richtlinien für Nicht-AMP-Seiten).
  • „Überschrift“: Die Überschrift eines Artikels sollte nicht länger als 110 Zeichen sein.
  • „Bild“: Das Markup sollte nur die URL des Bildes enthalten, das direkt Teil des Artikels ist.
  • „isAccessibleForFree“: Dieses Markup gibt an, ob der Inhalt kostenlos ist oder hinter einer Paywall steht.

Fehler Nr. 3: Artikel künstlich aktualisieren

Unter Verlagen war lange Zeit eine Spam-Methode zur Neuveröffentlichung von Nachrichtenartikeln weit verbreitet. Das bedeutete, dass immer wieder Überschrift und URL eines Artikels geändert und die alte URL auf die neue umgeleitet wurde, um die neue Seite „zurück“ in den Index von Google zu pushen.

Das Ziel dieser Artikelmanipulation war es, den Artikel so lange wie möglich in der Google News Box oder im News Carousel zu halten und mit einem Minimum an Ressourcen so viel Traffic wie möglich zu generieren.

Auch wenn dies eine verlockende Taktik ist und auch heute noch funktionieren kann, empfehlen wir sie nicht. Es widerspricht ganz klar den Richtlinien von Google, wodurch Sie Gefahr laufen, dass Ihre Website komplett von Google News ausgeschlossen wird.

Fehler Nr. 4: Die Bildintegration ist nicht optimiert

Um sicherzustellen, dass für jeden Artikel auf den verschiedenen Kanälen (Websuche, Entdecken, Nachrichten-App usw.) das richtige Bild angezeigt wird, sollten Sie diese Best Practices befolgen:

  • Verwenden Sie Bilder, die für den Artikel relevant sind.
  • Verwenden Sie schema.org- oder og:image-Tags, damit der Bot das Bild finden kann, das als Miniaturansicht neben Ihrem Artikel erscheinen soll.
  • Verwenden Sie Standard-Bildformate wie JPG, JPEG oder PNG.
  • Stellen Sie sicher, dass die Bilder mindestens 60 x 90 Pixel groß sind.
  • Für einen guten Rang in Google Discover: Verwenden Sie große, qualitativ hochwertige Bilder mit mindestens 1.200 Pixeln Durchmesser. Stellen Sie sicher, dass Google den Nutzern Bilder in hoher Qualität anzeigen kann, entweder durch die Verwendung von AMP oder durch Ausfüllen dieses Formulars, mit dem Sie Ihr Interesse am Opt-in-Programm von Google für die Verwendung großer Bilder bekunden können.
  • Verwenden Sie Bilder mit angemessenen Proportionen.
  • Verwenden Sie die Inline-Formatierung für Ihre Bilder.
  • Geben Sie Ihren Bildern passende Bildunterschriften.

Fehler #5: Gleicher Artikel auf verschiedenen URLs (duplicate content)

Haben Sie einen Artikel auf zwei URLs? Google sagt: „Wenn Sie Ihren Artikel bereits auf www.example.com/news_1.html veröffentlicht haben, posten Sie ihn später nicht erneut auf www.example.com/news_2.html.“

Vor diesem Hintergrund sollten Nachrichtenseiten überprüfen, wie sie mit Nachrichten von Agenturen umgehen. Auf keinen Fall sollten Sie Agenturberichte ohne Anpassung (Auto-Publishing) übernehmen. Andernfalls erscheinen die von Ihnen veröffentlichten Inhalte gleichzeitig auf vielen anderen Domains (externer Duplicate Content). Besser ist es, die Meldungen mit überarbeitetem Titel, Überschrift und Lead zu veröffentlichen. Und am besten Agentur-Content komplett neu schreiben.

Haben Sie zwei Artikel auf einer URL? Google sagt: „Wir können die Seite www.yoursite.com/messages1.html nicht crawlen, wenn sie jeden Tag einen anderen Bericht anzeigt. Unsere Links zu Artikeln funktionieren nur dann richtig, wenn jeder Artikel auf einer Nachrichtenseite mit einer eindeutigen URL verknüpft ist. Diese URL muss dauerhaft sein.“

Fehler Nr. 6: Ankertext auf Kategorieseite ≠ Überschrift oder Seitentitel

Der Ankertext, der auf den Artikel der Kategorieseite verweist, muss mit dem Titel des Artikels und dem Seitentitel übereinstimmen.

Fehler Nr. 7: Bildlinks oder JavaScript-Links auf Kategorieseiten

Bildlinks oder in JavaScript eingebettete Links können nicht gecrawlt werden. Stellen Sie daher sicher, dass alle Artikel auf Ihren Bereichsseiten nur HTML-Links enthalten.

Fehler Nr. 8: Keine XML-News-Sitemap

Mit einer XML-News-Sitemap legen Sie fest, welche Inhalte an die verschiedenen Google-News-Kanäle übermittelt werden. Die XML-Sitemap ist ein Muss in der Nachrichtenoptimierung. Es erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Artikel schnell gefunden und im Google-Universum angezeigt werden.

Tags sollten verwendet werden, damit die Sitemap so viele relevante Informationen wie möglich bereitstellt:

  • nachrichtenspezifische Tags: Veröffentlichung (Name, Sprache), Veröffentlichungsdatum, Titel
  • weitere Tags wie rel alternative, lastmod und image (loc & caption & title)

Neben Nachrichtenartikeln veröffentlicht Google auch Videoseiten für Nachrichten-Keywords. Video-Tags in der XML-News-Sitemap erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Nachrichtenseiten in der Video-Integration auf der SERP erscheinen.

Fehler Nr. 9: Keine Accelerated Mobile Pages (AMP)

Ohne Accelerated Mobile Pages verpassen Domains ein riesiges Potenzial. Der Nachrichtenverkehr ist überwiegend mobil. Viele Pendler konsumieren Nachrichten auf ihrem Smartphone. Aber nur Accelerated Mobile Pages (AMP) werden von Google in das mobile News-Karussell aufgenommen.

Fehler bei der Google News-Optimierung – Top-Storys
Mobile News Carousel – enthält nur AMP-Ergebnisse.

Viele Nachrichtenportale mit AMP bekommen bereits mehr Traffic über ihr AMP als über ihre HTML-Seiten. Es ist davon auszugehen, dass der AMP-Traffic in Zukunft weiter zunehmen wird. Sobald AMP vorhanden ist, ist der Schritt zum Erstellen einer Progressive Web App (PWA) einfach.

Weitere Vorteile:

  • mehr Reichweite, Klicks und Impressionen
  • geringes Datenvolumen
  • verkürzte Ladezeiten
  • niedrigere Absprungraten
  • höhere Benutzerzufriedenheit
Fehler bei der Google News-Optimierung – AMP-Vorteile
Viele Publisher waren mit AMP erfolgreich.

Mit Google Discover können Publisher aktuell (noch) ohne AMP gelistet werden.

Fehler Nr. 10: Unterschätzen Sie Google Discover oder konzentrieren Sie sich nur auf Nachrichten

Google entwickelt die Benutzererfahrung weiter. Google Discover, Aktivitätskarten und andere Innovationen zeugen von dieser Entwicklung. „Discover ist etwas Besonderes, weil es immer einen Schritt voraus ist: Es hilft Ihnen, Dinge zu finden, nach denen Sie noch nicht einmal gesucht haben“, heißt es in Googles Blog. Bereits 2018 nutzten mehr als 800 Millionen Menschen den Feed, um sich zu informieren und auf dem Laufenden zu halten.

Discover zeigt eingeloggten Benutzern aktuelle (audio-)visuelle Inhalte, Artikel oder andere Informationen, die auf den Suchverlauf und die Interessen der Benutzer zugeschnitten sind.

„Wenn Sie Ihre nächste Reise planen, können Sie Reisezielartikel und Restauranttipps anzeigen. (…) Anhand der Themen im Knowledge Graph kann Discover vorhersagen, was Sie über ein Thema wissen, und Ihnen helfen, Ihr Wissen zu erweitern.“

Hier erhalten Gitarrenanfänger Tipps zum Erlernen des Akkordspiels, während erfahrene Musiker fortgeschrittene Picking-Techniken erlernen. Während „normale Seiten“ keine Chance haben, in Google Discover gelistet zu werden, beziehen Publisher derzeit 30 % bis 60 % ihres organischen Traffics aus dieser Quelle.

Google Discover legt besonderen Wert auf Evergreen Content: Themen, die immer relevant und aktuell sind. Nachrichtenseiten sollten daher vermehrt Inhalte veröffentlichen, die nicht zeitkritisch sind. Auch aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist Evergreen Content nachhaltig: Er sorgt mit geringem Aufwand für einen konstanten Traffic-Strom. Zudem ist die Verweildauer dieses Traffics oft deutlich höher als beim News-Traffic. Natürlich sollten Sie Ihre Inhalte trotzdem für die Google News-Box optimieren.

Fehler Nr. 11: Das Wertversprechen des Unternehmens ist unzureichend

Viele Nachrichtenseiten entfernen sich zu weit von ihrer eigentlichen Zielgruppe. Langjährige Nutzer vertrauen dem Verlag und schätzen seine Glaubwürdigkeit. Anders sieht es bei neuen Nutzern aus, die von Suchmaschinen kommen. Sie werden von der Website oft nicht ausreichend begrüßt.

Nachrichtenportale müssen diesen Nutzern ein klares Leistungsversprechen geben und Vertrauen schaffen. Was bietet das Unternehmen an und werden seine Produkte möglichst ansprechend präsentiert? Das sind Fragen, die meist nicht ausreichend kommuniziert werden.

Oft fehlen:

  • eine gute Vorstellung der Redaktion,
  • ein Verweis auf professionelle Redaktionsrichtlinien
  • Ziele und Geschichte des Unternehmens.

Um Kompetenz in einem bestimmten Fachgebiet aufzubauen, sollten Sie sich auch auf Ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Welchen Sinn macht es beispielsweise für eine politisch engagierte Tageszeitung, in der Hauptnavigation auf ihren Sportteil zu verlinken, obwohl 95 % der Artikel sich mit den Themen Politik, Feminismus, Umweltschutz und Rechts- Flügelextremismus?

Fehler #12: Kein SEO in der Redaktion/kein SEO-Redakteur im Newsroom

Viele Nachrichtenseiten scheuen sich davor, SEO in ihre redaktionelle Arbeit zu integrieren. Anstatt einen Experten einzustellen, der die Redakteure tagtäglich im Newsroom unterstützt, wird versucht, SEO mit unerfahrenen Mitarbeitern abzudecken. Die Verlagsleitung erkennt nicht, wie viel Know-how für erfolgreiches News-SEO nötig ist.

Wenn ein Verlag ein SEO in der Redaktion hat, sieht er folgende Vorteile:

  • Einrichtung von Webanalysen zur Messung von SEO im Vergleich zu anderen Verkehrskanälen
  • Redaktionelle Unterstützung bei der Content-Planung
  • SEO-Qualitätsmanagement durch SEO-Editor vor der Veröffentlichung
  • Monitoring der News-Rankings (Live-Monitoring) – welche Keywords liefern Newsboxen, obwohl wir keine Inhalte dafür haben?

Fehler #13: SEO nicht im Unternehmen integriert/zu wenig IT-Ressourcen

Suchmaschinenoptimierung ist nur skalierbar, wenn Prozesse in der Redaktion neu gestaltet werden. Die Beratung der Searchmetrics Digital Strategies Group ist Hilfe zur Selbsthilfe. Wir unterstützen Nachrichtenseiten auf ihrer persönlichen „SEO-Reise“. Diese Unterstützung ist am Anfang wichtig, damit sich Verlage nicht in die falsche Richtung begeben.

Wir empfehlen beispielsweise, SEO-Prozesse möglichst nachhaltig umzusetzen und nicht als Fremdkörper im Unternehmen zu betrachten, die ausgelagert werden können. Die damit verbundenen organisatorischen Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen.

Ausreichendes SEO-Know-how und ausreichende IT-Ressourcen sind sehr wichtige Kernkompetenzen von Nachrichtenportalen, die in Zukunft entscheidend über Erfolg oder Misserfolg eines Publishers entscheiden werden.


Wollen Sie im Digital Publishing noch erfolgreicher werden? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf und erfahren Sie, wie unsere Berater Ihnen helfen können!

Einen Termin machen


* Dieser Artikel wurde erstmals am 21. November 2019 mit dem Titel „Google News-Optimierung: 11 häufige Fehler und wie man sie vermeidet“ veröffentlicht. Es wurde aktualisiert, um Änderungen an Google News widerzuspiegeln.